Der Terrorismus ist nicht erst in der Gegenwart international. Derartige Erscheinungsformen gab es bereits auch in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Was jedoch neu ist an der aktuellen Konstellation, das ist die massive internationale Vernetzung und Verdichtung terroristischer Operationsformen, die eine globale Dimension einnehmen. Jede politische Institution und jeder Bürger kann hierdurch bedroht werden oder Opfer einer terroristischen Aktion werden. Dem Staat und seinem klassischen Gewaltmonopol zur Befriedung der Sicherheitslage wird in der globalen Dimension des Terrors eine Herausforderung zuteil, auf die er von seinen institutionellen und legitimatorischen Gestaltungschancen her bis dato nur unzureichend eingestellt ist. Dies gilt insbesondere für die religiös motivierte Gewaltanwendung des islamistischen Terrorismus, der mit einer fundamentalen Abkehr von den Werten westlicher Demokratien einhergeht. Auf der Tagung sollten daher sowohl normative wie funktionale Aspekte des modernen Terrorismus in seiner globalen Erscheinungsform vorgestellt und diskutiert werden. Neben der Bestandsaufnahme der theoretischen Grundlagen sollte vor allem auch der Gestaltungsspielraum demokratischer Gesellschaften in ihrer polizeilichen wie militärischen Antwortlogik auf diese Bedrohung behandelt werden.
Tagungsorganisation:
Prof. Dr. Peter Nitschke
Institut für Sozialwissenschaften
Hochschule Vechta
Driverstr. 22
49377 Vechta
E-Mail: peter.nitschke@uni-vechta.de
Moderation: Prof. Dr. Peter Nitschke, Vechta
Moderation: Prof. Dr. Peter Nitschke, Vechta
Die Beiträge werden in dem Sammelband: Nitschke, P. (Hg.): Globaler Terrorismus und Europa. Stellungnahmen zur Internationalisierung des Terrors, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, dokumentiert.