II. Fachwis­sen­schaft und Interdisziplinarität

Inter­dis­zi­plinäres Arbeiten ist von allen gewollt, aber dennoch schwierig zu prakti­zieren. Es entsteht schnell die Gefahr, zwischen die fachlichen Stühle zu geraten und den Anschluss an die eigenen Diszi­plinen zu verlieren. Alle Betei­ligten sind sich darüber einig, das der Arbeitskreis kein Selbstzweck werden soll – also weder eine Vereins­gründung noch eine eigen­ständige Forschungs­dis­ziplin anzustreben ist.

Der Arbeitskreis soll den betei­ligten Diszi­plinen (Geschichts­wis­sen­schaft, Krimi­nologie, Politik­wis­sen­schaft, Soziologie, Rechts­wis­sen­schaft) vielmehr ein Forum bieten, auf dem eine syste­ma­tische Zusam­men­führung der Forschung zum Themen­bereich »Innere Sicherheit« geleistet werden kann. Die fachlichen Bezüge zu den Einzel­dis­zi­plinen sollen gewahrt bleiben.

Der Arbeitskreis versteht sich nicht in Konkurrenz zu den beste­henden Arbeits­zu­sam­men­hängen der Polizei-​Historiker und den Krimi­nologen. Von daher sieht es der Arbeitskreis auch nicht als seine Aufgabe, Publi­ka­tionen zur Polizei­ge­schichte und Krimi­nologie zu erarbeiten oder Tagungen zu polizei­ge­schicht­lichen wie krimi­no­lo­gischen Fachpro­blemen zu organi­sieren. Vergleichbares gilt für das Polizeirecht. Die Zielsetzung des Arbeits­kreises richtet sich vielmehr darauf, sozial­wis­sen­schaftliche Themen­stel­lungen zur Inneren Sicherheit zu entwickeln, die dann unter histo­rischen, krimi­no­lo­gischen, politik­wis­sen­schaft­lichen, rechts­wis­sen­schaft­lichen und sozio­lo­gischen Gesichts­punkten inter­dis­zi­plinär bearbeitet werden.