30. Workshop

Am 21.-15.09.2015 an der Universität Duisburg-​Essen

»26. Wissen­schaft­licher Kongress der Deutschen Verei­nigung für Politische Wissen­schaft (DVPW

Der diesjährige Kongress der DVPW fand unter dem Titel „Vorsicht Sicherheit! Legiti­ma­ti­ons­probleme der Ordnung von Freiheit“ vom 2115.09.2015 an der Universität Duisburg-​Essen statt. Im Rahmen des DVPW-​Kongresses behandelte der inter­dis­zi­plinäre Arbeitskreis Innere Sicherheit /​Politik­feld­analyse Innere Sicherheit (AKIS) das Thema „Sicher­heits­pro­duktion zwischen Staat, Markt und Zivil­ge­sell­schaft“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange (Deutsche Hochschule der Polizei, DHPol), Dr. Michaela Wendekamm (DHPol) und Prof. Dr. Bernhard Frevel (Fachhoch­schule für öffentliche Verwaltung, FHöV NRW).

In zwei Themen­blöcken wurde Fragen der Sicher­heits­arbeit und deren Legiti­mation nachge­gangen. Die Referentin und die Referenten des ersten Themen­blocks am 24.09.2015 legten den Schwerpunkt auf die operativen Akteure der Sicher­heits­arbeit. Raphael Bossong (Europa Universität Viandrina, Frankfurt/​Oder) stellte in seinem Vortrag die Einbindung und Vernetzung der Sicher­heits­akteure in den Mittelpunkt. Im Anschluss daran referierte Nathalie Hirschmann (Fachhoch­schule Polizei Brandenburg) über den Wettbewerb um Zustän­dig­keits­be­reiche im System der Inneren Sicherheit. Dabei legte sie den Fokus insbe­sondere auf staatliche und privat­wirt­schaftliche Akteure. Zum Abschluss des Themen­blocks nahm Dr. Christoph Busch (Minis­terium für Inneres und Kommunales NRW) eine kritische Reflexion über die demokra­ti­e­theo­re­tische Legitimität des Hacking und Leaking von Daten rechts­ex­tre­mis­tischer Organi­sa­tionen vor.

Im Themenblock am 25.09.2015 standen Fragen von Steuerung und Legiti­mation im Zentrum der Vorträge und der Diskussion. Neben der Besprechung von Wider­standlagen als Testfall für die Legitimität von polizei­lichen Maßnahmen durch Prof. Dr. Stefanie Tränkle (Hochschule für Polizei Baden-​Württemberg), beschäftigte sich Jens Lanfer (Universität Duisburg-​Essen) in seinem Beitrag mit der Entwicklung eines neuen Aufga­ben­feldes „Cyber­si­cherheit“ im Politikfeld der Inneren Sicherheit. Das Thema Urbane Sicherheit wurde durch Peter Bescherer (Universität Tübingen) und Priv. Doz. Dr. Dietmar Wetzel (Universität Tübingen) aufge­griffen, die erste Ergebnisse ihres Forschungs­projekts zu Aspekten einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt (VERSS) vorstellen konnten. Dr. Andreas Pudlat (Universität Hildesheim) setzte sich abschließend in seinem Vortrag kritisch mit der polizei­lichen Selbst­ver­ortung und Legiti­mation am Beispiel der Öffent­lich­keits­arbeit auseinander.

Der Präsident der Deutschen Hochschule der Polizei, Univ.-Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange, wurde in seinem Amt als Sprecher des AKIS für weitere drei Jahre bestätigt. Der Politik­wis­sen­schaftler und Sicher­heits­forscher hatte den Arbeitskreis in den 90er Jahren initiiert. Seitdem hat der AKIS 30 Tagungen durch­geführt und in der Schrif­tenreihe „Studien zur Inneren Sicherheit“ im Springer VS Verlag insgesamt 21 Themenbände zu Fragen zur Polizei- und Sicher­heits­for­schung veröffentlicht.

26. Wissen­schaft­lichen Kongress der Deutschen Verei­nigung für Politische Wissen­schaft (DVPW)